• Alessia Büchel

The floor is lava

Aktualisiert: 9. Apr. 2021

Da der Pacaya Vulkan die Woche zuvor ausgebrochen ist und sogar der Flughafen von Guatemala City für einige Tage geschlossen werden musste, waren wir nicht sicher, ob schon wieder (legale) Touren dorthin angeboten werden. Doch wir hatten wieder einmal Glück und die Regierung öffnete gerade an diesem Tag den Nationalpark, sodass wir uns direkt für die nächste Wanderung anmelden konnten.

Normalerweise muss man zum Aussichtspunkt ca.1,5 bis 2h wandern, bei uns ging es nur zwanzig Minuten, da uns die Lava entgegen kam und uns den Weg abschnitt. Der Boden war also wortwörtlich Lava. Für die Fotos ging man natürlich ganz nah ran, doch mehr als ein paar Sekunden hielt man es bei der Hitze nicht aus. Es war sehr eindrücklich wie sich das Lavagestein gegen unten bewegte und was für eine Aschenmasse der Pacaya ausspuckte. Als Abschluss durften wir uns noch ein paar Marshmallow bräteln, bevor es wieder runter ins Tal ging.


Während der "Semana Santa" herrscht in Antigua normalerweise der Ausnahmezustand. Jeden Tag finden mehrere Prozessionen statt und die Menschen ziehen sich violette Kleidung an (Google: Semana Santa Antigua). Auf Grund der Pandemie wurde dies leider alles abgesagt. Als Michael und ich jedoch zum Stadtpark liefen, standen unzählige Männer mit Anzug um die Kathedrale und ich war davon überzeugt, dass dies Bodyguards sind und sich gerade eine wichtige Persönlichkeit in der Nähe befindet. Nachdem wir eine halbe Stunde lang über diesen "Superstar" Vermutungen aufstellten, versammelten sich plötzlich alle Anzugsträger an einem Fleck und trommelten wie wild auf Marimbas herum. Es stellte sich also heraus, dass es sich hierbei nicht um Bodyguards, sondern um schicke Musikanten handelte.



Bevor es nach Guatemala City ging, machten wir uns auf die Suche nach den Hobbits in "Hobbitenango", einem kleinen Örtchen unweit von Antigua. Das Ganze war wie ein kleiner Vergnügungspark aufgebaut mit Axtwerfen, Pfeilbogen schiessen, Minigolf spielen ect., also ein kleines Paradies für meinen junggebliebenen Reisepartner. Nach einem überteuerten Kaffee, ein paar Aktivitäten und Fotos, hatten wir aber alles gesehen und machten uns gegen Mittag wieder auf den Weg zurück nach Antigua.



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