• Alessia Büchel

Self Drive Safari: Teil 6

Tag 17 - 18:

Von Tsumeb, einer kleinen Stadt "direkt" neben dem Etosha Nationalpark in welcher wir nach der Safari genächtigt haben, gings weiter Richtung Caprivistreifen. Fast 600 Kilometer legten wir zurück, bis wir das Ngepi Camp am Okovango Fluss erreichten. Die weite Fahrt hat sich aber beim Anblick unseres Stellplatzes eindeutig gelohnt! Vom privaten "Thron" und der Badewanne hatte man einen hammermässigen Blick auf den Fluss und konnte den Nilpferden beim Baden zuschauen. Auch die Dschungeldusche liess sich sehen und hatte sogar heisses Wasser, was für ein Luxus!


Auf der gegenüberliegenden Seite tummelten sich immer wieder Elefanten und auch Büffelherden kamen an den Fluss um zu trinken. Zudem besass das Camp einen eigenen "Krokodilpool", das heisst ein abgesperrter Pool im Fluss, welches für die Krokdodile NICHT zugänglich ist und für uns somit sicher war. Da die Temperaturen doch recht frisch warmen, verzichteten wir auf einen Schwumm im Fluss und genossen stattdessen den herrlichen Ausblick. Während es tagsüber recht ruhig zu und her ging, war nachts die Hölle los. Man hörte Vögel "kreischen", Elefanten tröten, Löwen brüllen, aber die lautesten waren mit Abstand die grunzenden Hippos.



Tag 19:

Nach zwei entspannten Tagen im Ngepi Camp packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren zu den nahgelegenen Popa Falls. Diese waren jetzt nicht wirklich beeindruckend, da es sich mehr um Wasserschnellen handelte als um richtige Wasserfälle. Wenn man schon dort ist kann man es sich anschauen, aber extra dorthin fahren, würde ich jetzt keinem empfehlen. Die Gegend jedoch ist sehr schön uns somit würde ich es nicht als Geldverschwendung sehen. Anschliessend machten wir einen Abstecher in den gegenüberliegenden Buffelo Game Park, welchen wir uns wirklich hätten sparen können. Anfangs lief es noch sehr gut und wir sahen viele Büffel, Wildschweine und Hippos. Plötzlich aber merkten wir nach einer Abzweigung, dass dies mit Sicherheit kein offizieller Weg ist. Die Strasse war nur noch aus Sand und das Grass in der Mitte sicher 1,5 Meter hoch. Seit Monaten war hier keiner mehr durchgefahren, doch umkehren war keine Option. Der Untergrund war viel zu weich dafür und die einzige Möglichkeit die uns übrig blieb, war weiterzufahren. Da ich beim Eintragen meiner Daten am Parkeingang sehen konnte, dass wir wieder einmal die einzigen Gäste sind, standen die Chancen sehr schlecht, dass uns hier jemand finden könnte. Zudem befanden wir uns ja nicht mal auf einem offiziellen Weg. Einfach nicht stecken bleiben, das war das Ziel. Handyempfang hatten wir natürlich keinen und zu Fuss Hilfe holen, wäre in einem Park voller Löwen und Büffel wahrscheinlich auch nicht gerade ideal. Der Weg schien immer schlechter und schlechter zu werden und die Anspannung immer grösser. 20 Kilometer zeigte meine Karte an, bis wir wieder auf die richtige Route kommen und glaubt mir, das waren die längsten 20 Kilometer in meinem Leben. Sicher fuhren wir an unzähligen Elefanten vorbei, doch gesehen hatten wir keinen einzigen. Unsere ganze Aufmerksamkeit galt dem Weg und unsere Blicke gingen kein einziges Mal nach rechts oder links. Nicht einmal ein Foto lag drin, obwohl ich als Beifahrerin nicht wirklich etwas zur Lockerung der Situation beitragen hätte können.

Was waren wir froh, als unser Pfad wieder in den richtigen Weg gabelte. Die "No entry" Tafel, welche wir im Rückspiegel erkennen konnten, liessen wir hinter uns und fuhren auf dem direkten Weg zum Parkausgang. Genug Action für heute, wir wollten einfach nur noch auf eine geteerte Strasse und schnellst möglich ins Camp.

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