• Alessia Büchel

Erholung in Cancun

Endlich entspannen! Hört sich für die Zuhausegeblieben jetzt vielleicht ein bisschen blöd an, aber nach den vielen Ortswechseln und kalten Temperaturen sehnten wir uns an einen Fleck mit Pool und Strand, an dem wir einfach für ein Weile bleiben konnten. 11 Tage verbrachten wir nun hier in Cancun und konnten so richtig die Seelen baumeln lassen.

Ganz ohne Ausflüge gings dann aber trotzdem nicht, wie ihr seht:

Mit dem Katamaran nach Insla Mujeres

Wir freuten uns riesig auf diesen Ausflug, nicht nur weil alle Getränke inklusive waren, sondern weil das Wetter besser nicht sein konnte. Obwohl wir die einzigen Ausländer auf dem Boot waren, haben uns die trinkfreudigen Mexikaner schnell bei sich aufgenommen und uns zum Tanzen animiert. Bevor es auf die Insel zum Mittagessen ging, stand Schnorcheln auf dem Programm. Ich fühlte mich natürlich wieder verpflichtet, auf dem Boot die Stellung zu halten und im Notfall die Rettungsringe auszuwerfen. Michael hingegen stand schon als erstes mit Schnorchel, Taucherbrille und Schwimmflossen bereit. Als man ihm aber sagte, dass man nur mit einem Styroporgurt ins Wasser darf, war er nicht so "amused". Er hatte nämlich vor, bis an den Grund zum Unterwassermuseum zu tauchen. Nachdem er dann trotzig mit dem angezogenen Styroporgurt wegwatschelte, konnte ich mir mein Lachen nicht mehr verkneifen, da er mich einfach zu sehr an den "Huere-Michi-Pingu" (Wenn du zwischen 25 und 35 bist und ihn nicht kennst, hast eine gewaltige Wissenslücke) erinnerte. Michael im Wasser zu beobachten war sehr amüsant und es war auch überhaupt nicht schwer, ihn zwischen den anderen 20 Schnorchlern wiederzufinden. Er war nämlich derjenige, der sich immer 20 Meter neben der Gruppe befand (die Anweisung lautete jedoch ganz klar, dass man bei der Gruppe bleiben musste) und sich nie länger als eine Minute an der Wasseroberfläche bewegte. Bei der Rückkehr am Board war Michael helllicht begeistert und erzählte mir von den Fischen und Gegenständen, welche er in der Unterwasserwelt entdeckt hatte. Wenig später ging es zum nächsten Attraktionspunkt, welchen ich noch nie zuvor gesehen habe und nicht einmal weiss wie er heisst. Es wurde ein riesiges Tuch bzw. ein Segel an zwei Seilen befestigt und ins Wasser geworfen. Nun durften man einzeln ins Wasser springen (war aber nur ohne Styroporgurt erlaubt) und sich unten auf das Seil setzen. Sobald ein Windstoss von der richtigen Richtung kam, erhob sich das Segel und man konnte in der Luft schaukeln. Nachdem einer es vorgezeigt hatte, wurde natürlich "Switzerland" (da Liechtenstein sowieso niemand kennt, geben wir uns als Schweizer aus) als erstes aufgefordert es nachzumachen. Bevor ich mir grössere Gedanken machen konnte, befand ich mich bereits im Wasser und versuchte auf dieses Seil zu sitzen. Als ich es dann endlich geschafft hatte, fiel das ganze Segel auf mich und ich bekam so richtig Panik. Ich versuchte mit den Händen das riesig Tuch von meinem Kopf zu ziehen und tauchte dabei natürlich unter, da ich mich ja im Wasser befand. Ich hatte keine Ahnung mehr wo oben und unten ist und hoffte, dass mich bald jemand retten würde. Wahrscheinlich war es in Wirklichkeit nicht so tragisch und hat von Aussen auch nicht gefährlich ausgeschaut, denn es machte keiner den Anstand mir zu helfen. Als ich mich dann endlich selber befreien konnte, wollte man mich sogar motivieren es nochmals zu versuchen. Michael sah mir jedoch an, dass ich einfach nur noch an Board wollte und die nächste Zeit bestimmt nicht mehr freiwillig in ein tiefes Gewässer springen werde.

Nachdem ich mich langsam wieder beruhigt und die anderen ihren Spass beim Schaukeln hatten, warfen wir den Anker aus und liessen es uns am Buffet in Isla Mujeres gut gehen. Anschliessend hatten wir Zeit die Insel zu erkunden und den Strand zu geniessen, bevor es dann um halb 6 wieder zurück nach Cancun ging.




Chichén Itzá und Cenoten

Um 7:30 sollt man uns eigentlich im Hotel abholen. Nach 30 Minuten Schonzeit fing ich an unserer Ticketverkäuferin zu schreiben und anzurufen, doch vergebens. Um 9 Uhr bekam ich dann einen Anruf, dass seit Neustem Chichén Itzá montags geschlossen sei (wer's glaubt wird seelig), wir jedoch am nächsten Tag auf den Ausflug dürfen. Nach einem Gemotze meinerseits, versprach man uns für die morgige Tour ein gratis Upgrade, sodass wir alle Getränke inklusive haben.

Am nächsten Morgen warteten wir wieder in der Lobby und wurden diesmal sogar fast pünktlich abgeholt. Nach einer 2,5 stündigen Busfahrt, bei welcher uns der Tourguide ununterbrochen mit spanischen Erklärungen beschallte, erreichten wir das Städtchen Valladolid. Normalerweise würde man nun aussteigen und die Gegend zu Fuss erkunden, doch auf Grund von Corona war uns dies nicht erlaubt (das sagte man uns zumindest). So fuhr der Bus einfach drei Mal ganz langsam in der Innenstadt umher, sodass alle die Kirche und die bunten Häuser bestaunen konnten. Anschliessend ging es dann endlich zur berühmten Maya-Stadt. Wir wurden in 5 Gruppen aufgeteilt, sodass es eine Nicht-Mexikaner Gruppe (8 Personen) und vier Mexikaner Gruppen gab. Bei Eingang gab es dann denn alltäglichen Temperaturencheck, bevor wir auf das Gelände durften. Bei unserem Guide (der einzige der Englisch konnte) ging dann aber plötzlich ein Alarm los und es wurde ständig "Abnormal Temperature, abnormal temperature, abnormal temperature" ausgerufen. Zuerst fanden wir es noch ziemlich amüsant. Als er dann aber mitgenommen wurde und wir nun alleine beim Eingang standen und ohne Guide nicht weiter durften, war es doch nicht mehr so lustig. Glücklicherweise durfte er nach einer Desinfektionsdusche (man wird einfach von oben bis unten mit Desinfektionsmittel eingesprayt) trotzdem auf das Gelände. Ich komme ja nicht aus der Gesundheitsbranche, doch ich bezweifle stark, dass sich Corona Viren von dieser Massnahme beeindrucken lassen. Naja, die Hauptsache war ja, dass er plötzlich "geheilt" wurde und wir zu der Ruinenstätte durften.

Das seit 1988 anerkannte UNESCO-Kulturerbe und damalige Handelszentrum der Maya, steht Mitten im Dschungel von Yucatan. Es war nicht wirklich feucht, doch die Hitze war einfach brutal! Der Schweiss lief uns nur noch das Gesicht runter und wir versuchten das Gelände irgendwie im Schatten der Bäume zu erkunden. Wir waren uns sicher, dass es normalerweise viel mehr Menschen hier haben müsste, denn es gab mehr Verkaufsstände als Besucher und die Souvenirs waren mehr als nur billig zu haben. Trotz der Hitze, genossen wir die Zeit in der Maya-Stadt und waren beeindruckt von deren unglaublichen Bauten.




Später ging es dann zu einer Cenote ganz in der Nähe, wo wir uns dann endlich im Wasser abkühlen konnten. Es war ein grossartiger Tag und wir sind froh, dass am 21.12.2012 die Welt trotzdem nicht untergegangen ist.



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