• Alessia Büchel

Das ist Karibik

Schon als wir in West End in Roatan aus dem Taxi stiegen, wussten wir, dass wir hier sicher länger als fünf Tage bleiben werden. Überall Palmen, lockere Stimmung, Strandbars und türkisblaues Meer: Genau so stellen wir uns ein karibischen Dorf vor. Auch unser Holzbungalow inklusive Küche, Badezimmer und einer tollen Terrasse mit Hängematte war einfach genial. Für 15$ pro Person die Nacht kann man hier wirklich nicht viel sagen. Da das Hotel zudem eine eigene Tauchschule hat und man nur 30$ pro Tauchgang bezahlt, war klar, dass sich Michael sicher nicht nur einmal eine Sauerstoffflasche auf den Rücken schnallen wird. Als erstes wurde natürlich der Kühlschrank mit Snacks und Getränken gefüllt, denn was gibt’s schöneres als Abends mit Chips und einem Drink in einer Hängematte zu liegen.

Funfakt: Normalerweise legen auf der Insel Roatan (ein bisschen kleiner als Liechtenstein) bis zu fünf Kreuzfahrtschiffe täglich an, d.h. dass einfach mal 20'000 Menschen mehr auf dieser Insel bzw. an den Stränden sind . Wären wir zu einem solchen Zeitpunkt gekommen, hätte uns dieser Ort bestimmt nicht so gut gefallen.




Ich weiss nicht genau, ob ihr euch noch an diese Gebäude erinnert. Sie sind meistens abends mit Menschen gefüllt, Musik läuft stets im Hintergrund, über einen langen brusthohen Tisch kann man Getränkewünsche anbringen und schon wenig später hat man ein Glas, gefüllt mit seiner Lieblingsflüssigkeit vor sich. Auch hier gibt es solche Bauten und sie sind nicht nur offen, sondern auch gut besucht. Als würde es keine Pandemie geben, sitzen und stehen hier Jung und Alt an der Tresen und feiern das Leben. Menschenmassen versuchen wir schon so gut es geht zu meiden, doch die Happy Hour am Taco Tuesday konnten wir uns nicht entgehen lassen.




Der Strand in West End ist nicht besonders gross, doch mit einem Taxiboot kann man innerhalb kürzester Zeit nach Westbay gelangen. Dort suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen im Schatten einer Palme und kühlten uns immer wieder im kristallklaren Wasser ab. Was für ein Leben!



Obwohl wir alles andere als einen Drang haben so schnell wie möglich von hier wegzukommen, ist es in der aktuellen Situation unumgänglich sich bereits frühzeitig Gedanken über die Weiterreise zu machen. Da ein PCR Test auf der Insel fast 300$ kostet, war für uns klar, dass unsere nächste Destination keinen oder zumindest nur einen Antigen Test verlangen darf. Zudem muss dieser Ort auch noch möglichst billig zu erreichen sein. Wie ihr euch vorstellen könnt, gehört die freie Länderauswahl zu den Dingen, die wir schon ziemlich vermissen. Beklagen können wir uns jedoch nicht, denn diese uns "aufgezwungene" Destination, hört sich viel versprechend an (Mit ein wenig "googlen", findet ihr schnell heraus, wohin es als nächstes gehen wird).

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