• Alessia Büchel

Entspannung pur in Negril

Ich bin mir nicht sicher, ob man es beim einen oder anderen Blogbeitrag herauslesen konnte, aber ich bin ein richtiger Fan von Wortspielen. Es zaubert mir jedes Mal ein Lächeln aufs Gesicht, wenn mir eine raffinierte Wortneuschöpfung oder Satzzusammenstellung zu Ohren kommt oder ich sogar selbst eine kreiere. Michael hingegen ist in dieser Hinsicht eine richtige Banause und schüttelt nur den Kopf, wenn ich ihm mit einer riesen Freude ein neu entdecktes Wortspiel präsentiere. Hier in Jamaika fühlte ich mich so richtig verstanden, denn ziemlich jede Tafel, sei es auf der Strasse oder im Supermarkt, hat sich gereimt oder war sonst clever zusammengestellt. Hier ein paar Beispiele: "Be wise and sanitize", "Protect your head or end up dead", "Stay alive don't drink and drive", "Safety starts with S, but begins with U". Viele von euch schlagen sich jetzt sicher auch an den Kopf und verstehen nicht, weshalb diese Sätze es überhaupt der Wert sind, in einem Reiseblogbeitrag erwähnt zu werden. Dazu sage ich nur: Jeder erlebt seine 'High'lights auf Jamaika anders.

Die letzte Woche auf Jamaika verbrachten wir im Westen der Insel in Negril. Irgendwo Mitten in einer jamaikanischen Wohngegend war unser gemietetes AirBnB, welches zwar klein, doch mit allem ausgestattet war, was man so brauchte. Der Garten hingegen war riesig und wie wir später dann erfuhren, findet dort auch jedes Jahr das "Ganja - Festival" statt. Zudem kümmerte sich unser Host hinter dem Haus um eine riesige Hanfplantage. Obwohl im Internet stand, dass nur 7% der jamaikanischen Bevölkerung Marihuana konsumiert, sind wir uns ziemlich sicher, dass dies nicht stimmt. Auch ein Jamaikaner dem wir von dieser Prozentzahl berichteten, hat sich Tränen gelacht und versichert, dass die Zahl um einiges Höher ist. Während man in Liechtenstein ständig dem Rosenverkäufer über den Weg läuft, so kommt einem hier immer wieder ein Mann mit einem riesen Bündel grüner Pflanzen entgegen. Auch sonst ist das Thema "Cannabis" allgegenwertig und wird an den Mann bzw. an die Frau gebracht, wie ganz normale Souvenirs. So sprach mich eine Frau am Strand an, ob ich an einer Massage für 30$ interessierte wäre. Es würde eine 40 minütige Massage enthalten und am Schluss könnte ich mich zwischen einem Tee oder einem Joint entscheiden.


Da wir ja aus dem kalten Liechtenstein kommen, sind wir uns im Winter gewohnt ein wenig früher aufzustehen, um das Eis vom Auto wegzukratzen. Hier ist das Eiskratzen natürlich nicht notwendig, doch einfach in den Wagen zu steigen und loszufahren, ging auch hier nicht. Da sich um unsere Wohnung eine berüchtigte Gang herumtrieb, welche nicht mal Halt vor dem hohen Stacheldrahtzaun um das Grundstück machte, mussten wir jeden Morgen die Motorhaube öffnen und auch unter dem Auto kontrollieren, ob auch wirklich nichts manipuliert wurde und dass wir auf keinen Fall einen blinden Passagier mitnehmen. Aber ich denke es gibt Schlimmeres, oder was meint ihr?


Mit dieser Babykatzenbande verbrachten wir wahnsinnig viel Zeit und hatten schlussendlich mehr Fotos und Videos von ihnen als vom Strand. Wir haben uns so richtig in sie verliebt und hätten am liebten alle in unseren Rucksack gepackt.



Obwohl wir eigentlich noch eine Rumdegustiation machen, zu einem Wasserfall fahren und ein/zwei andere Strände in der Umgebung besuchen wollten, verbrachten wir die letzte Woche ausschliesslich in Negril. Die 7 Mile Beach war einfach traumhaft und menschenleer, sodass wir nicht einsahen, weshalb wir jetzt noch weitere Stunden im Auto verbringen sollten. Wir genossen die ruhige Zeit sehr und können mittlerweile auch gut damit leben, nicht immer alles in einem Land gesehen oder gemacht zu haben.



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