• Alessia Büchel

Karibu Tena Tanzania

Wir können es selber kaum glauben, dass wir bereits seit einem Monat auf Reisen sind. Wir durften unser grosses Abenteuer in einem Land mit vielen verschiedenen Facetten starten und blicken nun auf die unzähligen schönen Erinnerungen hier in Tansania zurück. Ob man die menschenleeren Strände auf der Trauminsel Sansibar oder die atemberaubende Safari in der Serengeti irgendwie toppen kann, ist fraglich. Nichtsdestotrotz möchte ich euch die beiden Ausflüge, welche wir von Arusha aus unternommen haben, nicht vorenthalten.

Wasserfallwanderung am Mount Meru

Gemeinsam mit dem Hostelbesitzer Innocent und seinem besten Freund Steve machten wir uns letzten Sonntag auf die Suche nach den Wasserfällen am Mount Meru. Für den ersten Wasserfall mussten wir steil eine Schlucht hinabsteigen und aufpassen, dass wir auf dem lehmigen Boden nicht ausrutschten. Nach einem ca. 30 minütigen Abstieg hiess es dann: Schuhwerkwechsel. Wir tauschten unsere Trekkingschuhe mit Flipflops und wateten dem Bach entlang bis wir zu einem spektakulären Wasserfall gelangen. Eiskalte Luft schlug uns ins Gesicht und wir waren einfach sprachlos beim Anblick der Wassermasse, welche vom 80 Meter hohen Felsen herabstürzte. Wie wird das wohl in der Regenzeit hier aussehen? Unsere beiden tansanischen Freunde waren genau so hin und weg wie wir und freuten sich wie kleine Kinder, dass wir mit ihnen diesen Trip machten. Wir wollten nämlich nicht nur einfach zu diesem Wasserfall, sondern wollten noch andere Wasserfälle an diesem Bach erkunden. Das Problem war: Es gab weder einen Wegbeschreibung, noch war jemand von ihnen jemals dort. Da wir natürlich nicht am Wasserfall hochklettern und einfach bachaufwärts wandern konnten, drehten wir um und kraxelten den steilen Hang hoch. Von dort aus ging es dann ohne einen Plan durch den Wald. Wir folgten einem Trampelpfad und entdeckten immer wieder neue Vogelarten und Affen, die sich in den Bäumen herumtummelten. Da wir nach 6 Stunden immer noch keinen weiteren Wasserfall finden konnten bzw. nicht einmal mehr wussten wo sich der Bach befindet, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Enttäuscht waren wir aber kein bisschen, da ja bekanntlich der Weg das Ziel ist.

Kikuletwa Hotsprings

Auf diese Hotsprings sind wir durch Zufall gekommen, als wir das Instagram Profil eines tansanischen Freundes durchstöberten. Da wir am Mittwochabend unser Flug nach Ruanda hatten und sich der Kilimanjaro Airport in der Nähe der Hotsprings befand, entschieden wir uns, das gerade zu verbinden. Ungefähr 2 Stunden fuhren wir mit Innocent, bis wir das Paradies auf Erden erreichten. Das Ganze wäre auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwie gegangen, doch da wir unsere grossen Rucksäcke dabei hatten, waren wir froh sie im Auto lassen zu können. Auch heute liess uns das Glück nicht im Stich. Nicht nur, dass wir die einzigen Badegäste waren, sondern auch der Kilimanjaro kam heute ausnahmsweise mal zum Vorschein. Wir genossen die Ruhe und konnten hier so richtig die Seele baumeln lassen. Was für ein perfekter letzter Tag in Tansania!





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