• Alessia Büchel

Volcàn Arenal und Rio Celeste

Aktualisiert: 20. Nov. 2020

Schon von Weitem konnten wir bei der Anfahrt nach Arenal den gigantischen Vulkan erkennen und waren fasziniert von seiner symmetrischen Kegelform. Um von La Fortuna zu unserer speziellen Unterkunft zu gelangen, mussten wir jedoch zuerst einmal viele Kurven und eine beinahe senkrechte Schotterstrasse hochfahren. Doch diese holprige Fahrt hat sich, wie man auf den Bildern erkennen kann, mehr als bezahlt gemacht. Der Ausblick von der Terrasse war einfach atemberaubend, vor allem am Abend. Das Tüpfelchen auf dem "i" waren die Tukane in den Bäumen und das Faultier hinter dem Haus.

Da der Vulkan Arenal immer noch aktiv ist, ist es nicht erlaubt ihn zu besteigen. Das war jedoch gar nicht weiter schlimm, da es zahlreiche Wanderwege rundum gibt, von welchen man stets den Vulkan im Blick hat. Wir haben uns nach einer Empfehlung der Hoteleigentümer für den Arenal 1968 Trail entschieden und waren wie immer die einzigen unterwegs. Der Weg führte durch Wiesen, Wälder und Lavasteinfelder und zwischendurch gab es Aussichtsplattformen, von welchen aus man den See und den Vulkan sehen konnte. Leider bekamen wir während der gesamten Wanderung, bis auf Schmetterlinge, Echsen und Vögel keine Tiere zu Gesicht. Anscheinend wäre ich Schuld, da ich laut voraustrample und nicht richtig schauen würde. Dass ich bei meiner Augenoperation vor 1,5 Jahren einen Weitwinkelblick einbauen habe lassen und so nicht ständig anhalten und meinen Kopf drehen muss, glaubt mir Michael immer noch nicht. Schlussendlich hat er, trotz ständigem Herumschauen und komischen Tiergeräuschimitationen, auf der ganzen Costa Rica Reise noch kein einziges Tier gesehen, dass ich nicht auch gesehen habe (ausser die Einsiedlerkrebse, aber die zähle ich erstens nicht als vollwertige Tiere und zweitens sind sie mir sowas von egal).

Da man uns von verschiedenen Seiten Hanging Bridges Arenal empfohlen hat, besuchten wir natürlich auch dieses Spektakel. Doch schon beim Eingang wussten wir, dass das nichts für uns ist. Es hatte für Coronazeiten viele Menschen und wir mussten sogar 5 Minuten bei der Kasse anstehen (gab es bis jetzt noch nie auf unserer Reise!). Zwar war es amüsant über die Hängebrücken zu laufen, doch der Park selber war mehr ein "Europaparkdschungel" und für unseren Geschmack viel zu künstlich. Betonierte und gepflasterte Wege dazu "Fake"-Holzgeländer, war für uns einfach zu wenig abenteuerlich und so empfanden wir die 52$ mehr eine Verschwendung als eine gute Investition.


Auf dem Weg nach Liberia machten wir einen kleinen Umweg zum Rio Celeste, der bekannt ist für seine blaue Farbe. Da uns Maps.me über eine 20km lange Schotter- und Erdstrasse führte, hatten wir starke Zweifel, ob unser Toyata Yaris und die mit Kabelbinder angemachte Abdeckung das ganze heil übersteht. Glücklicherweise ist mein Freund ein toller Autofahrer und zirkelte professionell um die grossen Steine und Schlaglöcher durch, sodass wir alle unbeschadet ankamen. Am Eingang erklärte man uns die verschiedenen "Stationen" im Park und meinte, dass man dafür etwa drei Stunden bräuchte. Während wir zu Beginn drei Stunden für 6km als sehr grosszügig berechnet fanden, änderten wir spätestens bei der 200m langen Treppe die steil nach unten zum Wasserfall unsere Meinung. Denn alles was man runtergeht, muss man ja irgendwann wieder nach oben steigen. Doch die ganzen Treppen haben sich mehr als nur gelohnt. Das Wasser war wirklich einfach richtig blau und am liebsten wären wir einfach reingesprungen (ist leider verboten).



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