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  • AutorenbildAlessia Büchel

Über den Wolken

Nach fast zwei Wochen Sonne, Strand und Meer hiess es Abschied nehmen vom Inselparadies. Frühmorgens wurde unser Gepäck mit der Schubkarre abgeholt und es ging wieder über Stock und Stein auf die andere Seite der Insel zum Bootssteg. Wir hielten uns für besonders schlaue Füchse und zogen uns Badesachen an, da wir bei der letzten Überfahrt so nass wurden. Das Ganze war jedoch umsonst, denn wir kamen nach einer dreissig minütigen Fahrt, furztrocken auf Big Corn an. Von dort aus gings dann mit dem Taxi ruckzuck zum Flughafen. Da wir uns noch umziehen und unserern Rucksack "leichter" packen mussten (für Übergepäck zu zahlen sind wir zu geizig, d.h. alles schwere kommt ins Handgepäck), waren wir die letzten die am Check-In standen. Zu unserer Überraschung wurde nicht nur unser Gepäck (14kg) gewogen, sondern auch wir. Mein Fazit: Die Waage muss kaputt sein, anders kann ich mir die Zahl nicht erklären.


Laminierte Karten mit einer Restaurantwerbung drauf dienten als Flugtickets und so gings dann weiter zur Sicherheitskontrolle. Da zwei Angestellte anscheinend günstiger waren als ein Scanner, wurde das Handgepäck jedes Passagiers ausgeräumt und genaustens durchsucht. Doch das war noch nicht alles. In der Wartehalle wurde anschliessend jeder einzelne aufgerufen und wurde aufgefordert in ein Räumchen zu gehen. Dort wurde das ganze eingecheckte Gepäck auseinandergenommen, aber so richtig. Von Necessaire bis hin zur Dreckskleidung wurde alles durchgeschaut. Laut des Beamten sei der Scanner kaputt und nun müssen sie das alles von Hand machen. Bin ja gespannt ob der Scanner funktioniert, wenn ich das nächste Mal auf die Maisinseln fliege.


Nur ein paar Minuten nach der Gepäcksdurchsuchung hiess es, dass nun die Passagiere nach Bluefield an Board gehen dürfen. Komisch fanden wir aber, dass unser Gepäck auch zu diesem Flieger gerollt wurde. Das Rätsel löste sich wenig später, als man die Passagiere mit der laminierten Karte aufforderte auch dort einzusteigen. Da wir als letztes unser Gepäck eingecheckt hatten und es anscheinend im direkten Flieger nach Managua keinen Platz mehr hatte, wurden wir jetzt einfach nach Bluefield geflogen. Bei der Nachfrage versicherte man uns jedoch, dass dieser anschliessend auch nach Managua geht.

Obwohl wir mittlerweile kleine Flugzeuge gewöhnt sind, mussten wir schon schlucken als wir tatsächlich noch in ein kleineres gesteckt wurden. Gebückt pressten wir uns durch die schmalen Sitzreihen und ergatterten uns den Platz direkt hinter den Piloten. Die Sitze waren zwar nicht wirklich bequem, doch die Aussicht umso besser. Was für ein cooles Erlebnis!



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